Kategorie: Allgemeines – JORDAHL® Durchstanzbewehrung JDA

Können andere Doppelkopfanker alternativ durch JDA-Doppelkopfanker ersetzt werden?

Ja, für alle Doppelkopfanker mit einer Europäisch Technischen Zulassung (ETA) gelten dieselben Anforderungen und Bemessungsgrundlagen.

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Was ist der Unterschied zwischen JDA und JDA-S?

JDA-Bewehrung nach ETA-13/0136 wird zur Vermeidung des Durchstanzens von Flachdecken und Fundamentplatten infolge von konzentrierten Einzellasten verwendet. JDA-S kann gemäß bauaufsichtlicher Zulassung Z-15.1-268 in bewehrten Balken und Platten als Querkraftbewehrung eingesetzt werden.

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Wie groß ist die maximale Ankerlänge?

Die Standardlängen für JDA-Anker liegen im Bereich zwischen 125 bis 695 mm. Es können aber auch größere Längen gefertigt werden. Bitte kontaktieren Sie hierzu die technische Beratung von JORDAHL.

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Können Doppelkopfanker auch als Biegebewehrung angerechnet werden?

Nein, die Doppelkopfanker erhöhen ausschließlich die Schubtragfähigkeit der Platte und nicht deren Biegetragfähigkeit.

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Wozu dient die Flachstahlleiste an den Doppelkopfankern?

Die Doppelkopfanker sind an einer Montageleiste aus Flachstahl befestigt. Dies dient der Lagesicherung während des Betonierens.

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Was sind die Vorteile der Doppelkopfanker gegenüber einer Bügelbewehrung?

Durch die spezielle Kopfform kann ein nahezu schlupffreier Verbund zwischen dem Doppelkopfanker und dem umgebenden Beton erzielt werden. Der Verankerungsschlupf ist die Ursache, weswegen Bügel im Gegensatz zu Doppelkopfankern meist nicht ihre Fließgrenze erreichen.

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Wieso reicht bei stützennahen Öffnungen der Sektor zur Bestimmung der Rundschnittlänge nicht immer bis zum Öffnungsrand?

Für Öffnungen mit einem Abstand zur Stütze ≤ 6,0d wird der kritische Rundschnitt reduziert. Dabei ist ein Sektor zu bilden, dessen Breite auf Höhe des Öffnungsbeginns dem geometrischen Mittel der Öffnungsfläche √(lx∙ ly), d.h. der Seitenlänge eines flächengleichen Quadrates, entspricht.

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Wie wird die erforderliche Ankerlänge bestimmt?

Neben der Forderung einer Mindestbetondeckung cminzur Ober- bzw. Unterseite der Ankerköpfe muss die Bedingung eingehalten werden, dass die Ankerköpfe bis zur Oberkante der obersten bzw. bis zur Unterkante der untersten Bewehrungslage reichen. Damit werden ein ausreichender Verbund der Doppelkopfanker und die Ausbildung eines räumlichen Fachwerkes sichergestellt. Aus diesem Grund wird die erforderliche Ankerlänge ggf. auf die nächstgrößere Ankerlänge (z.B. lerf= 298 mm → lA= 305 mm) aufgerundet. Die Einhaltung der Mindestbetondeckung ist dennoch gegeben, da im Nennmaß der Betondeckung cnom ein ausreichend großer Wert für das Vorhaltemaß Δcdev enthalten ist.

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Warum ermitteln alternative Programme für Flachdecken andere Leistenlängen?

Für die Bestimmung der Leistenlänge ist der Nachweis im äußeren Rundschnitt maßgebend. Der Widerstand kann nach ETA entweder mit dem empfohlenen, empirischen Wert CRk,c = 0,15 oder aber mit CRk,c aus den nationalen Anhängen zu EN 1992-1-1, 6.2.2(1) berechnet werden. In einigen Ländern gibt es keine Regelungen, die von CRk,c = 0,18 gemäß EN 1992-1-1, 6.2.2(1) abweichen. Für Deutschland gilt allerdings CRk,c = 0,15. In den Optionseinstellungen von JORDAHL® EXPERT kann der nach ETA empfohlene Wert von CRk,c = 0,15 ebenfalls auf 0,18 gesetzt und damit die Leistenlänge reduziert werden.

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Warum ermitteln alternative Programme für Flachdecken unterschiedliche Leistenanzahlen?

In der Software JORDAHL®EXPERT werden die Leisten sternförmig verlegt. Die Verlegung lässt z.B. bei Innenstützen auch ungerade Leistenanzahlen zu. Dies ist ökonomisch vorteilhaft, kann aber mit einem komplizierteren Einbau verbunden sein. Zur Erzeugung einer symmetrischen Konfiguration können im Programm weitere Leisten konstruktiv hinzugefügt werden.

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Warum können alternative Programme für Fundamente andere Ergebnisse ausgeben?

In Übereinstimmung mit dem EC2 ist gemäß ETA bei Fundamenten der Abstand des kritischen Rundschnitts vom Stützenanschnitt iterativ zu bestimmen. Die Berechnung von JORDAHL®EXPERT führt somit zu veränderlichen Abständen, wobei diese meist < 1,0d betragen. In der vereinfachten Berechnung mit einem festen Abstand von 1,0d darf die Bodenpressung nur zu 50% abgezogen werden, was zu deutlich konservativeren Ergebnissen führt.

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Was ist zu tun, wenn der Verbundnachweis im ersten Rundschnitt nicht erbracht wurde?

In diesem Fall muss der Schubwiderstand der Verbundfuge erhöht werden. Dies kann durch die Wahl einer größeren Betonklasse, der Erhöhung des JDA-Durchmessers, der Einlage von Schubgitterträgern oder die Optimierung der Montagegitterträger erfolgen.

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Der Verbundnachweis ohne Schubgitterträger führt zu längeren Leisten als mit Schubgitterträgern. Wie ist das möglich?

Kann der Nachweis im zweiten Rundschnitt mit der Leistenlänge aus der Durchstanzbemessung nicht erbracht werden, wird die Leistenlänge automatisch erhöht. Es erscheint der Hinweis: „Die Leistenlänge wurde für eine ausreichende Schubkraftübertragung in der Fuge automatisch erhöht.“. Alternativ dazu ist auch die Einlage von Schubgitterträgern oder die Optimierung der Montagegitterträger möglich.

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Worin besteht der Unterschied zwischen Standardelementen und optimierten Elementen?

Standardelemente haben stets einen konstanten Ankerabstand entlang der gesamten Leiste von 0,70d bis 0,75d. Als Elemente mit zwei oder drei Ankern sind sie in der Regel lagerhaltend sofort verfügbar. Bei den optimierten Elementen stehen die ersten beiden Anker im Vergleich zu allen weiteren enger zueinander. Der letzte Anker befindet sich an der Stelle mit dem kleinstmöglichen Abstand zur Stütze. Damit ergeben sich Ankerabstände entlang der Leiste, welche individuell angefertigt werden. Der Vorteil liegt in kürzeren Leisten, welche mitunter die Abstandsregeln ökonomischer einhalten.

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Worin liegt der Unterschied zwischen dem Einbau der Leisten von oben und von unten?

Die Art des Einbaus richtet sich nach den Erfordernissen auf der Baustelle. Bei sehr engen Bewehrungslagen, sollten zunächst die Elemente mit untenliegender Leiste auf Abstandhaltern aufgestellt und anschließend die Bewehrung eingebracht werden. Bei geringerer Bewehrung können die Elemente von oben eingeführt werden. Die obenliegende Leiste liegt auf der oberen Bewehrungslage auf. Abstandhalter sind dann nicht mehr erforderlich.

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Können Doppelkopfanker in Elementdecken verwendet werden, bei denen der Fertigteilquerschnitt bereits vorab betoniert wurde?

Diese Lösung ist unwirtschaftlich aber nicht ausgeschlossen. In diesem Fall müssen die Durchstanznachweise mit der deutlich kleineren statischen Nutzhöhe des Ortbetonquerschnittes geführt werden. Der Fertigteilquerschnitt wirkt dabei als zusätzliche Auflast. Der Verbundnachweis ist dann ohne Ansatz der Doppelkopfanker zu führen.

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Welche Biegebewehrung kann im Durchstanznachweis angerechnet werden?

Der Durchstanzwiderstand kann durch die Dübelwirkung der in der Zugzone eingelegten Biegebewehrung erhöht werden. Hierbei dürfen ausreichend verankerte Längsbewehrungen in den Hauptrichtungen auf einer Plattenbreite entsprechend den Stützenabmessungen zuzüglich 3d pro Seite berücksichtigt werden. Der in den Durchstanznachweis eingehende, geometrische Längsbewehrungsgrad ist bis maximal 2% anrechenbar.

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Muss bei großen Innenstützen der Lasterhöhungsfaktor β erhöht werden?

Bei großen Innenstützen mit einem Stützenumfang > 12d bzw. mit einem Seitenverhältnis von a/b > 2,0 kann β = 1,10 angesetzt werden, solange die vorliegenden Stützweitenverhältnisse nicht größer als 25% sind und somit ebenfalls die Annahme einer näherungsweise rotationssymmetrischen Belastung zulassen.

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Was ist bei großen Stützen zu beachten?

Bei großen Stützen kann der erhöhte Durchstanzwiderstand nur an den Stützenenden bzw. Stützenecken aktiviert werden. Eine Abgrenzung dieser Bereiche wird dadurch erreicht, dass bei großen Stützen mit einem Stützenumfang > 12d bzw. mit einem Seitenverhältnis von a/b > 2,0 entsprechende Teilrundschnitte gebildet werden. Für die Zwischenbereiche außerhalb der Teilrundschnitte ist ein Querkraftnachweis liniengelagerter Platten erforderlich. Dabei ist auf die richtige Bildung der zugehörigen Lasteinzugsflächen zu achten.

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Was unter plastischer Schubspannungsverteilung zu verstehen?

Die plastische Schubspannungsverteilung dient der genaueren Berechnung des Lasterhöhungsfaktors β für eine nichtrotationssymmetrische Belastung infolge von angreifenden Stützenmomenten. Im Gegensatz zu einer linear-elastischen (dreieckigen) Spannungsverteilung aus Moment und Querkraft wird hierbei eine plastische (rechteckige) Spannung betrachtet, welche entlang des kritischen Rundschnittes über die Plattenhöhe wirkt. Die Lastexzentrizität dieser angenommenen Spannung beeinflusst dann die Größe des Faktors β.

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Können Doppelkopfanker dynamische bzw. ermüdungswirksame Lasten aufnehmen?

Die JDA-Doppelkopfanker sind für dynamische Belastungen zugelassen. Sie dürfen bis zu einer Spannungsschwingbreite von 70 MPa und Lastwechselzahlen N ≤ 2 × 10verwendet werden.

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Beim Brandschutznachweis für die Biegebewehrung ist der Achsabstand zur Betonkante maßgebend. Was gilt für Doppelkopfanker?

Die erforderliche Betondeckung für den Nachweis der Feuerwiderstandsfähigkeit gemäß EN 1992-1-2 ist von der Plattenoberfläche bis zum äußersten Rand des Ankers bzw. bis zum äußersten Rand der Montageleiste zu messen (ETA-13/0136, 2.2.4.2).

 

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